Allgemeines zur HPV-Impfung PDF Drucken E-Mail

Der Impfstoff wurde nach 5 Jahren Forschungszeit und (bis heute) nicht vollständig veröffentlichten Studienergebnissen zugelassen. Unklar ist, wie lange der Impfschutz anhält; nach bisheriger Studienlage mindestens 5 Jahre. Wahrscheinlich ist, dass die Impfung nach 7-10 Jahren aufgefrischt werden muss.

Es gibt bisher keinen Test (Antikörpertest) auf dem Markt, der eine Aussage zulässt, ob der Impfschutz noch besteht. Auch ist es nicht möglich, vor der Impfung abzuklären, ob bereits eine Infektion mit den entsprechenden Viren besteht.

Es ist nicht auszuschließen, daß anstelle von HPV 16 und 18 (sowie 6 und 11) vermehrt andere HPV-Typen auftreten, die auch krebsauslösend wirken können. Daher ist noch nicht ganz sicher, ob durch die Impfung Gebärmutterhalskrebs langfristig wirklich seltener auftritt.

Ob eine Impfung auch für Jungen sinnvoll wäre, ist nicht geklärt und zur Zeit auch kein Forschungsthema, Anal-und Peniskarzinome können in Zusammenhang mit HPV entstehen, sind jedoch noch viel seltener als Gebärmutterhalskrebs.

Sind Nebenwirkungen bekannt?
In den Studien zur Verträglichkeit der Impfstoffe wurden sehr häufig (über 10%) Lokalreaktionen wie Schmerz, Rötungen, Schwellungen ebenso wie vorübergehendes Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen festgestellt. Häufig (1-10%) wurde Blutung und Juckreiz an der Impfstelle beobachtet; ebenso Hautausschlag, Urtikaria, Gelenkschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen. Gelegentlich (unter 1%) trat Schwindel auf. Sehr selten kam es zu Atemnot.Prävention, Früherkennung und gesundheitsbewusstes Verhalten.

Konsequenter Gebrauch von Kondomen beim Geschlechtsverkehr verringert das Ansteckungsrisiko, bietet jedoch keinen hundertprozentigen Schutz vor HPV. Kondome schützen jedoch auch vor anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen.

Die regelmäßige Abstrich-Untersuchung zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs erkennt in den meisten Fällen veränderte Zellen, lange bevor daraus ein lebensbedrohlicher Krebs entsteht.

Gesund und lustvoll leben fördert das Immunsystem. D.h. gesund, entspannt und lecker Essen, Bewegung die Spaß macht, anstrengen und entspannen im Wechsel, wenig Alkohol konsumieren.) Nicht rauchen verringert das Risiko für Zellveränderungen.

HerausgeberInnen: Frauenbüro der Hansestadt Lübeck,Frauenkommunikationszentrum Aranat e.V.,Gesundheitsamt Lübeck, pro familia Lübeck

Text: E.-M. Knolle (Aranat e.V.) Stand: Juli 2008

Akuelle Informationen zum Thema HPV- Impfung finden Sie hier.

https://www.individuelle-impfentscheidung.de/index.php/medien-mainmenu-41/29-kongresse/122-steigerung-der-hpv-impfquoten-das-deutsche-krebsforschungszentrum-ist-in-jeder-hinsicht-dabei